15.02.2013

Love It! RedHead Trauma (part 3)

...
Ich kann es ernsthaft nicht mehr hören.
'Oh, die Sonne scheint, lass uns vor die Tür gehen, auf die Straße, in den Park, auf eine Bank setzen, mit Sonnenbrille, den Frühling, den Sommer, den lauen Winter, das tolle Wetter genießen.'
Pfui – SommerSonneGuteLauneFanatiker sind mir suspekt – was geschieht mit dieser Gattung Mensch denn im Herbst? Im Winter? Sterben die dann? Verkümmern sie? Fallen sie in tiefe Depressionen, aus denen sie nur unter massiver Kraftanstrengung im kommenden Frühjahr wieder erwachen? Hoffentlich eher Punkt 1 und 2.
Nun mag ich wirklich nicht herumnörgeln, dass liegt mir fern. Jeder wie er/sie/es braucht und wonach einem der Sinn steht. 
Aber bitte, nicht die ungemein aufgekratzte frohe Stimmung jedem unter die Nase reiben und mit angestrengtem Spaßwillen das Umfeld zu Begeisterungsstürmen nötigen. Manch einer mag lieber Regen, Übellaunigkeit und hat Indoor anstatt Outdoor lieber. Dunkle Räumlichkeiten statt grellen Sonnenstrahlen. 
Und was soll daran auch falsch sein? Es gibt ganze Regionen, die sehen monatelang keine Sonne und stürzen sich nicht gleich in eine kollektiven Selbstmord. Die haben dann eben andere Hobbys: Traurige Prosa schreiben, Selbstverstümmelung, malen nach Zahlen, Frustfressen oder ungehemmten Beischlaf im dunklen Kämmerlein. Wie gesagt: Jeder nach seiner Fasson. Richtig ist, was gut tut (solange es moralisch und juristisch im grünen Bereich bleibt!).

       Die Farbe Rot ist dem Kriegsgott (römisch 'Mars',          
    griechisch 'Ares') geweiht ... wieder was gelernt.
Unlängst wurde mir unterstellt, ich solle doch mal das Tageslicht genießen. Vornehme Blässe sei Out. Vampirismus wollte man mir gar anlasten. Und das nur, weil ich beharrlich die Sonnenanbeterhingabe komplett in Frage stelle und ablehne. 
Der von mir höflich angeführte Hinweis, als Hauttyp 1 präventiv gegen unschöne Erkrankungen anzukämpfen, wurde lapidar weggelächelt.
'Ausrede. Alle Menschen lieben die Natur und die Sonne und das Licht und die Fröhlichkeit.'

Die Formen der Ausgrenzung, Ablehnung und mangelnden Zuwendung für das Volk der Rothaarigen findet sich also selbst in alltäglichen Kleinigkeiten wieder. Und das ist erst der Anfang: die sexuellen Schlüpfrigkeiten, denen ein ginger head ausgesetzt ist, lassen die tattrigen Anmachsprüchlein der Brüderles der Welt und den eifrig angewandten Begriff Sexismus erblassen. Denn hier, das sei mahnend erwähnt, wird eine ganz andere und weitaus pornografisch-übergriffigere Richtung ausgelebt.
to be continued ...

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