08.03.2013

Live It! I dreamt of a thing called Womans Day or #Furortugend

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Ekstatische Freude möchte ich erleben sobald ich die Augen öffne und dem neuen Tag verzückt jubelnd in sein gleißendes Antlitz schaue. Die Sonne im Gesicht, die Entspannung in den Gliedmaßen und die Gewissheit, die kommenden Stunden in einem produktiven und erlebnisreichen Prozess begleiten zu dürfen. Aufregend und erlebnisreich sind allerdings in meinem Fall nur die Stunden vor dem Erwachen. 
Erstaunlich häufig dusche ich in meinen Schlafphasen mit der bekannten Popmusikerin Janet Jackson. In diesen Träumen schäumen wir uns gegenseitig intensiv ein und lachen wie aufgeregte Teenager. Anschließend lasse ich mir von einer jugendlichen Barbra Streisand die Haare waschen. Dafür verwendet sie glücklicherweise ein sehr sanftes und reizarmes Babyshampoo um mich nicht zu überfordern. Da ich die Augen kaum von dem eingeseiften Körper der vor mir tänzelnden Frau Jackson lassen kann, ist es sehr hilfreich, nicht mit geröteten und brennenden Augen dieses Duschvergnügen zu durchleiden. Umsicht ist eine Tugend die es zu ehren gilt. Frauen, das merke ich, sind Meisterinnen der Vorbereitung.
Während Barbra also wohlig mit ihren langen Fingernägeln über meine Kopfhaut krault und meinen güldenen Schopf sanft aufschäumt, tanzt die Janet aufreizend unter dem Wasserstrahl. Die musikalische Begleitung besteht hierbei übrigens aus einem patriotischen Chor aus düsteren Männerstimmen, die einen Werbe-Jingle aus den 1970igern in einer rauchigen Jazzvariante intonieren. Zwischendurch knabbern wir Käsecracker, welche erstaunlicherweise auch unter dem prasselnden Duschstrahl kaum etwas von ihrem Biss und Knusper verloren haben. Für diese Meisterleistung  mache ich Barbra verantwortlich, da sie mit grazilen Fingerbewegungen besagte Cracker an den tropfenden Wasserperlen vorbei bugsiert. Der ein oder andere Krümmel endet hierbei häufig auf ihrem prallen Busen, aber das ignorieren wir gewissenhaft. Während also meine Badenixen nicht nur für optisches und genussreiches Wohl sorgen, verwandelt sich mein Haar aufgrund der intensiven Rosskur in eine weizenblonde Lockenmähne. Und auch hier kommen wieder Barbras' Fingerfertigkeiten zum vollen Einsatz, da sie gekonnt und fachmännisch - gelernt ist gelernt raunt sie mir geheimnisvoll zu - eine äußerst imposante Hochsteckfrisur auf meinem Haupt zurechtwirbelt. Dieses Teufelsweib kann einfach alles!
                Die Welt ist eine Ansammlung an bewundernswerten 
                     Frauen. Und dann sind da natürlich noch die überdrehten 
                     Hysterieweiber, vor denen die Männer sich ewig ängstigen  ...
Die gute Janet will natürlich ihre weiblichen Fähigkeiten ebenfalls unter Beweis stellen und ist daher mit der Zubereitung von mächtigen Butterbroten beschäftigt. Es erstaunt mich dabei mächtig, welche Unmengen an Butter sich auf eine einzige Klappstuhle streichen lassen. Doch meine Cholesterinwerte scheinen niemanden zu kümmern, denn dankbar lasse ich mich mit besagter BrotFettEinheit füttern. Nach dieser Verköstigung und intensiven Haarreinigung rauchen wir meist noch eine Schokozigarette und unterhalten uns über die Wachstumschancen für den deutschen Automobilexport und die farbigen Blazer der Kanzlerin. Hierbei zeigt besonders Janet ein geradezu beängstigendes Insiderwissen in Bezug auf die Verkaufszahlen deutscher Baukunst in China. Barbra und ich können nur staunend ihren Ausführungen lauschen. Frauen und Autos, wow!
Als wenn es darum geht wer denn nun mit dem trocken rubbeln dran ist geschieht es: Ich steige aus der Duschkabine und rutsche auf der türkisfarbenen Gummimatte aus, verdrehe mir das Knie und finde mich zwischen meinen vier Kissenvariationen auf meiner Matratze wieder. 
Nie wurde ich abgetrocknet und was mir bleibt ist, wie zu erwarten, ein schmerzendes Knie und die Erkenntnis, dass ich die stetig kolportierten Unstimmigkeiten zwischen Frauen und Männern partout nicht nachvollziehen kann
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