04.04.2013

Watch It & Fear It! The original Grunge Queen is still a badass ... thx to YSL and e-ciggis.

I confess ... I am in love with Courtney Love.
Always have and always will be. I want her to be my best buddy so we can get wasted and high and then she beats the shit out of all the people I despise. 

Obwohl sie nun schon seit einigen Jahren unter ihrer ursprünglichen Berufsbezeichnung reigning queen of motherfucking grunge nichts wirklich dolles abgeliefert hat, bleibt Frau Love weiterhin eine Ikone. 
Um sich diesen Status zu erarbeiten hatte sich America's Sweetheart - zumindest in den 1990ern - auch ordentlich ins Zeug geworfen. Die Cobainsche Witwe mauserte sich von eben dieser zur Hollywood-Aktrice (Larry Flynt - Die nackte Wahrheit, Moonman) und als man schon dachte sie sei nun endgültig in ihrer celebrity skin aufgegangen und zur austauschbaren Promikrähe verkommen, nun, da hat sie sich einfach wieder eine Handvoll irgendwas eingeworfen, das Gesicht ordentlich zerschnippeln lassen, Tochter Frances Bean in den Wahnsinn getrieben und ist immer wieder full circle bei sich selbst angekommen. Musik war dabei leider eher sporadisch und mäßig hörbar ihr Hauptbroterwerb. 
Aber genauso lieben, verehren und beten wir sie an - immer wenn es keiner erwartet und mit ordentlich Rumms stolpert Courtney Love fluchend und weggeballert durchs Leben und kommt doch unbeschadet irgendwo an.

Jetzt also wurde sie zum Werbegesicht für YSL auserkoren. Deren neueste Kollektion ist, wie sollte es anders sein, vom 90ies rockstarstyle inspiriert und zum Glück wollte sich Hedi Slimane hierbei nicht nur auf das Trümmergesicht von Marylin Manson verlassen. Grundgütiger, da sieht man mal was Drogen aus einem machen, wenn man nicht weiß wann die Nase, Vene oder Lunge mal eine Pause benötigen. 
'Only on the weekends should you let it snow or blow', lernt doch jeder Großstädter schon in jungen Jahren.

                           http://www.hedislimane.com/rockdiary/

Noch authentischer ist das alternde Rockmädchen allerdings wenn sie auch den Mund aufmachen darf. Mit wohligem Grusel erinnern wir uns an ihr komplett vernebeltes hijacking eines Interviews zwischen der anderen Queen of irgendwas, Madonna, und dem kaum verholen geifernden VJ Kurt Loder im Jahr 1996 am Rand der MTV Video Music Awards. Neben umherfliegender Kosmetika, lallenden Halbsätzen und einer sichtlich aus dem Konzept gebrachten Madge (da sah man wie wenig spontan die Tanzmaus schon mit 38 Jahren anmutete), war es der finale Sturz vom Hocker von Frau Love der dies zu einer Sternstunde im Musikfernsehen und vermutlich zur Initialzündung für das Format Celebrity Rehab machte. Das Elend darf jeder selber googeln, wir ängstigen uns zu sehr und sind dann doch parteiisch mit Frau Ciccone.

Nun ist Courtney also nicht nur Testimonial für Saint Laurent, sondern darf auch noch die electronic cigarette von NJOY bewerben. Und das tut sie mit der ihr vollkommen angebrachten Anmut und zumindest preist sie nicht Frühstücksflocken, Gebissreiniger o.ä. vulgären Kram an. Gemäß dem Motto Live Through This nimmt man ihr die rotzfreche Attitüde unvoreingenommen ab.

Wenn die ehemalige Hole-Frontfrau es jetzt noch bis ins Studio schafft und ein brauchbares Album aufnimmt (ein Duett mit Madonna wäre konsequent), dann könnten wir wieder die Babydolls, Karohemden, Schnürstiefel und ölige Zottelmähne salonfähig machen und müssten nicht mehr irgendwelchen dämlichen Modeblogs hinterherhecheln.
Ohhh, a mommasboy can dream ....

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