06.12.2013

Hear It! Ich fühl mich nicht nach tanzen ...

Zur besinnlichen Jahreszeit muss und sollte es möglich sein, sich vom vertrackten Elektrogedöns und hysterischer Chartsmusik abzuwenden und sich von fernöstlichen Klangkonstruktionen berieseln zu lassen. Der Tanz ums heilige Kreuz darf im düsteren Dezember gerne etwas weniger hedonistisch ausfallen.
Zugegeben, stimmungsbedingt sollte die Musik von Donna De Lory nicht bei der Autofahrt oder dem abendlichen Pre-Cocktail eingelegt werden. Die Gefahr einer Massenkarambolage aufgrund eines apathischen Tunnelblicks ist nicht ganz abwegig.  Lähmende Atemaussetzer, während vor dem Kleiderschrank das Partyoutfit kombiniert wird, sind ebenfalls durchaus zu vermeiden.
Denn Donna De Lory, Madonnas ehemalige Backgroundsängerin/-tänzerin, hat sich zur Ethno-Trulla gemausert. Und auch wenn anfangs diese Art der 'Weltmusik' nicht jedermanns Sache ist, so fördert ein wenig musikalische Experimentierfreude nicht zwingend suizidale Gedanken, sondern vielmehr die Expansion der eigenen Musikbibliothek. 
Insbesondere die etwas düsteren Stimmungsmomente (Hände weg von der Rasierklinge beim Entspannungsbad) lassen sich mit ihr ideal vertonen. Gerade zur besinnlichen Weihnachtszeit schadet ein bisschen Frieden in Form von Gebetsklängen niemandem. Stille Nacht und Knabenchor mögen die Eltern wiederholt auf ihren Schalplattenteller legen und daher obliegt es dem Nachwuchs, mit Traditionen zu brechen. Von nun an also gilt es eine hinduistisch/buddhistisch vertonte Weihnachtsuntermalung einzufordern.
Christliches Gebet war gestern - Meditation ist gefragt.

Wobei diese FusionMusic doch auch uplifting sein kann ... immerhin wird in den Yoga Studios diese Art der Dauerberieselung ständig eingesetzt und da kommt es auch nicht zum angeleiteten Massensterben. Und wer gern kifft hat vermutlich auch die reinste Freude an He Ma DurgaSo falsch kann das also nicht sein.


                          

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